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Die Erftbahn

...oder der langsamste aber auch interessanteste Weg um von Köln nach Düsseldorf mit dem Zug zu fahren.


Was fährt auf der Erftbahn ?

Im Personenverkehren sind planmäßig die Baureihen 628 und 643.0 anzutreffen:
Die durchgehenden Regionalbahnen werden zu bestimmten Zeiten durch Verstärker ergänzt.
Diese verkehren zwischen Horrem und Bedburg sowie Düsseldorf/Neuss und Grevenbroich.

Was den Güterverkehr betrifft, so gestaltet sich dieser wie folgt:
DB mit einer Übergabe Neuss Gbf - Neuss-Holzheim (Tfz 294)
 HGK mit Feuchthydrathzügen Quadrath-Ichendorf - Köln Godorf Hafen
NE mit Gips- / Kalk- und Braunkohlenstaub-Zügen auf dem Abschnitt Neuss - Grevenbroich oder Gustorf.




Wann wurde die Strecke eröffnet und wie lang ist sie ?

Die Strecke Neuss-Bedburg-(Düren) wurde 1869 eröffnet, der Abschnitt bis Horrem wurde 1897 von der
Bergheimer Kreisbahn eröffnet. Die Erftbahn ist 42 km lang.
Die durchgehenden Regionalbahnen Düsseldorf-Köln legen insgesamt 72 km zurück.




Streckenbeschreibung

Die als Erftbahn bezeichnete Kursbuchstrecke 481 beginnt in Horrem, wo sie von der KBS 480 (Köln- Aachen) abzweigt
, führt über die Orte Quadrath-Ichendorf, Bergheim, Bedburg, Grevenbroich, Kapellen- Wevelinghoven und endet
in Neuss im Streckenwirrwarr des örtlichen Bahnhofs.
Hat man in Horrem die KBS 480 verlassen, passiert man in einem großen Bogen den Horremer Bahnhof. Im
Gegensatz zu den Verstärkerzügen Horrem-Bedburg halten die aus Köln bzw. Düsseldorf kommenden
Zügen hier nicht, da ein ein Bahnsteig in der Verbindungskurve fehlt.
Die Verstärkerzüge halten an einem einem Bahnsteig der in der Verbindungskurve Richtung Düren gebaut wurde.


Nachdem man auf die eigentliche Strecke gekommen ist, zeigt sich dem Betrachtet ein kurioses Bild –
Fahrleitungsmasten ohne Fahrdraht. Früher war die Strecke bis zum Martinswerk (Aluminiumwerk) in
Quadrath-Ichendorf elektrifiziert.
Dies ist heute nicht mehr der Fall. Nach wenigen Minuten erreicht man den Bahnhof Quadrath-Ichendorf.
Hat man diesen in Richtung Norden verlassen, so sieht man linkerseits das Anschlussgleis zum Martinswerk
abzweigen. Kurz vor Bergheim verläuft die Strecke unmittelbar am ehemaligen Tagebau Bergheim entlang,
der trotz seiner „Stilllegung“ immer noch beeindruckt.


Im Bahnhof Bergheim (Erft) Bahnhof kreuzen sich die Regionalbahnen. Der Bahnhof besaß früher mal eine
Güterabfertigung, die aber vor Jahren schon geschlossen wurde.
Inmitten viel Grün liegt der zweigeteilte folgende Haltepunkt (Bergheim) Zieverich.
Die Züge in Richtung Köln und in Richtung Düsseldorf halten nicht am selben Bahnsteig.
Nördlich des Haltepunks Zieverich wird es ländlich. Die Strecke passiert die Hambachbahn der RWE Power,
die ausschließlich zum Transport von Kohle und Abraum genutzt wird. Unmittelbar danach hält der Zug in (Bergheim) Paffendorf.
Wer sich näher für den Braunkohlenbergbau interessiert, dem sei ein Besuch des RWE Power –
Informationszentrums empfohlen, welches sich im örtlichen Schloss befindet.


Durch Felder und Wiesen geht’s nach Glesch und weiter Richtung Bedburg.
Der Zug überquert dabei eine Förderbandanlage der RWE Power in Richtung Bedburg.
Heutzutage lässt sich kaum noch erahnen, wie groß der Bahnhof in Bedburg damals gewesen ist.
Früher konnte man von hier aus mit Personenzüge auch nach Elsdorf und Düren reisen.
Doch aufgrund eines Tagebaus und mangelnder Nachfrage wurde die Strecke nach Düren 1995 stillgelegt
und anschließend abgerissen.
Einzige der noch liegende Schotter auf der ehem. Trasse erinnert, dass hier mal Bahnverkehr war.
Desweiteren gab es früher im Umfeld des Bahnhofs mehrere Gleisanschlüsse.
Heuzutage zeigt sich der Bahnhof als relativ heruntergekommen, da ihm ein Bahnsteigsdach fehlt, ist er
besonders im Winter unwirtlich. Dieses soll angeblich aber im Zuge von Umbauarbeiten wieder aufgebaut
werden. Lassen wir uns überraschen.


Nördlich von Bedburg verläuft die Strecke durch den Wald und tangiert mehrmals Gleis- und
Betriebsanlagen der RWE Power. Beeindruckend ist der Blick auf das Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf.
Nachdem der Zug in Frimmersdorf gehalten hat, erreicht er wenige Minuten später den Bahnhof Gustorf,
wo ein Anschlussgleis zum Bahnnetz von RWE Power abzweigt.
Anzumerken ist, dass bis Mitte der 70er die Strecke zwischen Bedburg und Gustorf anders verlief, da auch
sie einem Tagebau weichen musste. Es war zwar geplant die Strecke wieder zurück zu verlegen, was aber
bis heute nicht getan wurde.


Eher unfotogen ist der Streckenabschnitt zwischen Gustorf und Grevenbroich, wo die Erftbahn die Strecke
Köln-Mönchengladbach kreuzt. Ab Grevenbroich geht es zweigleisig bis Neuss.
Auf dem Weg nach Neuss werden die Bahnhöfe Kapellen-Wevelinghoven und Holzheim (bei Neuss)
passiert. In Holzheim wird ein Gleisanschließer noch regelmäßig von Railion bedient.
In Neuss endet die Erftbahn im Hauptbahnhof und mündet ins örtliche Streckenwirrwarr.
Anzumerken ist, dass entlang der Strecke sich mehrere stillgelegte Gleisanschlüsse, Ladegleise und
dergleichen befinden.


  
Skizze zur Strecke